Donnerstag, 23. Mai 2013

Der letzte Monat


Noch in Österreich haben mir die Ex-Austauschschüler immer gesagt, dass ich die Zeit gut nutzen muss. Dass das Jahr schneller vergeht als man denkt. Klar war ich mir dem immer bewusst. Doch ich dachte immer, dass ein Jahr so lang ist. Dass ich eh noch 10 Monate, 6 Monate, 3 Monate,.. habe. Und jetzt wird mir klar dass plötzlich nur mehr 4 Wochen bis zu meinem Abflug fehlen.
 Kann es sein, dass ich wirklich schon 10 Monate von meiner Familie weg bin? Wie ist es möglich, dass ich schon seit 10 Monaten in einem anderen Land lebe?
Das war das schnellste Jahr meines Lebens. Und bald muss ich mich verabschieden, obwohl ich nicht daran denken will, mach ich es ständig. Ich zähle die Wochen und die Tage. Und obwohl ich mich schon auf alle in Österreich freue, macht es mich verdammt traurig zu gehen.
In den letzten Monaten hab ich so eine gute Verbindung zu meiner Familie und meinen Klassenkameraden aufgebaut. Ich fühle mich richtig wohl.
Wenn ich von einer Reise zurück in meine Stadt komme, bekomme ich plötzlich ein Heimatsgefühl. Wenn ich mein Haus betrete, weiß ich, dass das mein Zuhause ist.
Ich bin kein Tourist in Costa Rica, nein, ich WOHNE hier.

In letzter Zeit habe ich so viel gemacht, dass ich gar nicht mehr mit dem schreiben nachkomme.
Hier ist mal ein kleiner Überblick von den aufregendsten Ausflügen der letzten Wochen.

Condovac


 Wir haben mit der Schule einen Wochenendsausflug nach Guanacaste gemacht. Dort waren wir im Hiltonhotel mittagessen und schwimmen. Außerdem haben wir eine Führung durch die Zimmer bekommen.
Sheila und ich sitzen im Bett im Hiltonhotel
Susanna, Sari, Mildred, Anna, Souta, Sheila und ich
Sari, Souta und ich




Danach sind wir zu unserem Hotel gefahren, das mir persönlich besser als das Hilton gefallen hat. Dort waren wir im Meer und in den Pools. War ein echt schöner Ausflug mit den ganzen anderen Schülern.

Melissa und ich im Pool

Anna, Sara und ich am Strand
Den schönsten Ausblick hatte man sowieso vom Pool aus!

Amanda, Melissa und ich

 

Vulkan Irazú


Ich habe mit meiner Familie einen Ausflug zum Vulkan Irazú gemacht. Es war unglaublich, der Krater ist soo riesig. Also man darf nicht in den Krater reingehen, aber man sieht das von oben. Es war echt kalt, ich bin die Kälte gar nicht mehr gewohnt. Es hatte so 13 Grad und wir haben gefrohren haha. Aber es war echt ein toller Ausflug mit meiner Familie.
Der Krater
Meine Eltern und meine Schwester Fernanda. Es war so kalt dass wir alle gut eingepackt waren haha

Familie Fernandez ganz oben am Vulkan!
Die Vulkansteine sind so leicht, dass ich sie sogar mit einer Hand aufheben kann.
Wir waren in so einem coolen kleinen Restaurant essen, in dem alle Wände mit kleinen Botschaften der Kunden beklebt sind!
Der Ausblick auf die fruchtbare Erde am Fuße des Vulkanes.

Je später es geworden ist, desto mehr Nebel ist aufgezogen.




Die Zeit in Costa Rica ist wunderschön. Ich will noch gar nicht weg von diesem atemberaubenden Land.
 Doch eine gute Freundin von mir hat mal gesagt, man soll dann aufhören, wenn es am schönsten ist, damit man all die schönen Dinge in Erinnerung behält.

Montag, 15. April 2013

Península de Osa

Península de Osa ist eine Halbinsel im Süden des Pasifiks. Wir haben eine 4 Tage lange AFS Reise dorthin gemacht und es war einfach traumhaft schön. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele verschiede seltene Tierarten gesehen! Alle AFS Reisen waren wirklich toll, doch diese war eindeutig die beste!!
Begonnen hat es damit, dass wir mit einem Boot ungefähr eine Stunde über einen Fluss gefahren sind.

Sara (Norwegen) und Souta (Japan)
Malin und Sara aus Norwegen, ich aus Österreich und Anna und Viktoria aus Deutschland



 Auf einer Flussseite hatten wir einen Regenwald und auf der anderen einen Mangrovenwald. Der war richtig geil, die Wurzel sind voll weit aus dem Wasser gestanden. Diese Bäume wachsen dort, wo Salz- und Süßwasser aufeinander trifft.



Da der Fluss ins Meer mündete, mussten wir noch zirka 30 Minuten über das Meer bis zu der Halbinsel fahren. Dort angekommen mussten wir 10 Minuten durch den Wald wandern um zu dem Hotel zu gelangen haha. Und es war einfach nur total heiß. Ich weiß nicht ob es hier tatsächlich viel wärmer war als im Rest Costa Ricas, doch durch die hohe Luftfeuchtigkeit hat es sich einfach noch heißer und unerträglicher angefühlt. Unser Hotel lag mitten im Urwald.

Die Dächer des Hotels vom Boot aus :D

Es war alles total natürlich dort, Strom hatten wir nur von 19-22 Uhr und Handyempfang gab es sowieso keinen. Mit Taschenlampen den Boden nach Schlangen absuchend gingen wir nachts in unsere Bungalows zurück. Einmal hatten wir in der Nacht eine riesige Spinne in unserem Badezimmer, die gefährlich nahe an unseren Zahnbürsten war. Anna und ich haben zum Schreien angefangen, sind aus dem Bungalow gerannt und nicht mehr ins Zimmer gegangen, bis die Betreuerin die Spinne mit einem Flip-Flop zerschlagen hatte. Darf man das überhaupt? Egal, wir waren danach jedenfalls in Sicherheit.

Am ersten Tag sind wir gleich in der Früh mit dem Boot zu einer einsamen Insel namens Isla de Cañas gefahren. 

Auf dem Weg dorthin haben wir Delfine gesehen. Das war so ein magischer Moment, als sie neben unserem Boot vorbeigeschwommen sind! Der Fahrer hat einen Kreis gemacht, weil er meinte, dass die Delfine gerne spielen. Und plötzlich sind sie herumgesprungen und haben eine richtige Show für uns gemacht!! Es war wunderschön das so nah zu erleben. Delfine sind wirklich wundervolle Tiere!

Danach sind wir schnorcheln gegangen. Voll toll! Das war das erste Mal, dass ich im Pazifik schnorcheln war und es ist irgendwie voll anders als im Mittelmeer. Die Fische waren alle so bunt und man konnte durch die Fischschwärme durchschwimmen ohne dass sie wegschwammen! Mit meiner wasserdichten Kamera konnte ich viele Fotos machen! Wir haben sogar drei Haie gesehen!! Doch der Führer hat uns erklärt, dass die völlig ungefährlich sind und nur Fische essen. Außerdem waren sie sowieso nur am Meeresgrund und man musste runtertauchen um sie zu sehen.
Der Hai!! In echt sieht er gefährlicher aus haha




 Nach dem Schnorchelausflug haben wir am Strand die Sonne genossen und ein Picknick gemacht. Danach sind wir zurück zur Halbinsel, haben dort im Meer gebadet und haben ein wenig die Gegend erkundet. Wir waren in einem echt geilen Fluss schwimmen. Mit einem Seil konnte man sich runterschwingen und ins Wasser fallen lassen :D


Am zweiten Tag haben wir eine Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Zuerst ungefähr 2 Stunden am Strand und danach nochmal 2 durch den Urwald. Am Strand haben wir gelernt wie man ein Kokusnuss nur mit einem Stock und mit einem Stein öffnet. Wenn man einmal so eine gute Kokusnuss gegessen hat, will man nie wieder die essen, die in Österreich verkauft werden. Das gilt aber eigentlich eh für alle tropischen Früchte von Costa Rica.




Im Urwald haben wir auch richtig viele giftige Tiere gesehen. Es war der dichteste Regenwald den ich jemals besichtigt habe. Der Führer meinte, dass sogar er sich verlaufen würde, wenn er nur 15 m vom Weg abkommen würde und er arbeitet schon 20 Jahre als Parkführer.
Man darf auch nicht einfach die Äste angreifen, denn es könnte sein, dass dort eine Spinne oder Schlange hängt.

 Die Wurzeln der Bäume hier sind einfach übelst geil!! :D


 Die Affen hängen immer voll relaxed am Ast


Und naja, den Rest der Zeit waren wir einfach nur am Strand. Ich liebe diesen naturbelassenen Ort!

Rebekka, Anna und Viki aus Deutschland, Malin und Sara aus Norwegen und ich :)
Die sind echt schon richtig gute Freundinnen geworden. Auch wenn sie weit weg wohnen.
Marc aus Kanada, Sara und Malin, Luca aus Italien und Souta aus Japan



 Meine Sara! <3 Ich will gar nicht daran denken dass ich in 2 Monaten von ihr getrennt werde ;(
Der absolut schönste Ausblick!!
 Meine allerbesten Freundinnen. Freundschaft ist überall gleich, egal woher man kommt!! <3