Samstag, 30. März 2013

Guanacaste




Guanacaste ist der zweit größte Bezirk Costa Ricas, doch es wohnen die wenigsten Leute dort. Es liegt an der Pazifikküste und grenzt an Nicaragua. Es ist auch das trockenste Gebiet Costa Ricas, denn es regnet dort ziemlich nie und in der Trockenzeit lassen fast alle Bäume ihre Blätter fallen und alles sieht einfach nur vertrocknet und tot aus. In Guanacaste liegt der Kern der Kultur der Ticos, viele heimische Speisen und Tänze haben dort ihren Ursprung. Die schönsten Strände sind auch dort, deshalb ist es ein beliebtes Touristenziel.

  Bei dieser Reise waren wir nur zu acht, also war es komplett anders als die bisherigen Reisen. Wir haben einfach alles zusammen gemacht und es gab keine Gruppen, wie sonst immer. Außerdem haben wir nur auf Spanisch geredet, nicht mal mit den Deutschen hab ich mich auf Deutsch unterhalten.

Tag 1: Wir sind nach langer Busreise endlich im Hotel angekommen und es war einfach nur so heiß. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht alles nur unerträglicher und wir waren echt froh, dass wir kurze Zeit später zum Wasserfall gewandert sind. Dort war es auch schön grün. Das war der größte Wasserfall den ich bisher gesehen habe und es war echt schön! Das coolste an Costa Rica ist, dass du dich absolut nie abtrocknen musst, nachdem du im Wasser warst, weil es dir danach einfach nie kalt wird! 




 
Tag 2: Wir sind zum Strand „Junquillal“ gefahren. Hat mich ein bisschen an Griechenland erinnert, denn es war weißer Sandstrand mit schönem Meer, doch alle Bäume rundherum waren ausgetrocknet. Viele AFSler haben wieder einmal bemerkt, wie stark die Sonne in Costa Rica ist und haben sich verbrannt. Ich nicht, Dank des vielen Einschmierens. J Danach waren wir noch im Nationalpark Santa Rosa. War zwar interessant, doch mir gefallen trockene Wälder nicht so gut..






Tag 3: Das war der absolut beste Tag der Reise!! Wir sind zum Vulkan Miravalles gefahren.

 Dort sind wir mit einem Traktor weiter hinauf bis zu einer Hängebrücke gefahren und dann zu Fuß weiter. Kaum zu glauben dass man nur den Vulkan rauffährt und sich plötzlich die ganze Vegetation komplett verändert!  Unten alles trocken und oben plötzlich ein tropischer Regenwald! Es war einfach nur wunderschön. Man überquert wackelnde Hängebrücken und sieht auf die Wasserfälle und die Bäume hinunter. In diesem Moment ist mein Traum wahrgeworden. Genau das wollte ich schon immer mal sehen und es war besser als ich es mir jemals erträumt habe!!


Könnt ihr euch vorstellen wie heiß es in so einem tropischen Wald ist? Die Luft fühlt sich einfach so schwer und feucht an. Gott sei Dank war der Wasserfall richtig kalt, also war das eine schöne Abkühlung.  Die Steine hatten eine ganz interessante Farbe.



Danach sind wir weiter gewandert, wegen der Hitze haben wir uns gleich gar nicht erst unsere Kleidung angezogen. Über weitere Brücken und kleine Wege sind wir zu einem neuen Wasserfall gelangt. Dort gab es eine 6 Meter hohe Plattform von der wir ins eiskalte Wasser gesprungen sind. Das gibt dir voll einen Kick :D

Nach dem Mittagessen sind wir in den Vulkankrater gegangen. Der einzige Krater Costa Ricas, den man von so nahem sehen kann. Es hat richtig ekelig nach Schwefel, also verfaulten Eiern gerochen. Und man konnte den heißen Rauch aufsteigen sehen und auch die kochenden Wasserbecken, die aus der Erde kommen. Unglaublich was Mutter Natur alles macht!



 Danach sind wir in die Natursauna gegangen und haben uns später am ganzen Körper mit Schwefelschlamm eingeschmiert. Soll angeblich heilende Wirkungen haben ;) Nach dem Duschen sind wir in Thermalbäder gegangen, was echt angenehm war.



Da das die letzte Nacht war, wollten wir durchmachen. Doch wir waren alle so erschöpft von der Wanderung, der Sonne und der Hitze, dass wir schon um 10 halbtot ins Bett gefallen sind haha

Tag 4: Wir sind schon früh in den Palo Verde Nationalpark gefahren. Das war auch ein trockener Wald, jedoch mit ziemlich vielen Tieren. Auf einem schmalen felsigen Weg gelangt man auf einen Aussichtspunkt (ein großer Fels) und kann von dort aus sehr viel Land überblicken. Früher einmal waren dort Flüsse, doch die Menschen haben das Wasser für die Anpflanzung von Mais oder Zuckerrohr verwendet, also ist alles trocken. Später sind wir zu einem Fluss mit Krokodilen gefahren, jedoch haben wir nur eines aus der Ferne gesehen. Mitten in dem trockenen Wald ist ein grüner Baum gestanden, und auf diesem sind lauter Affen gesessen. Richtig süß!



Eigentlich wäre unsere Reise schon zu Ende gewesen, doch auf der Heimfahrt hatte unser Bus einen Schaden. Also mussten wir „leider“ umkehren und eine weitere Nacht im Hotel übernachten. Das war das Beste das uns passieren konnte! Wir haben die letzte Nacht noch so richtig im Pool genossen und haben überhaupt nicht geschlafen. Mit den AFS-Schülern ist es einfach immer am besten!!



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